Klienes Nählexikon

Beim Nähen von Kleidung, Taschen, Accessoires usw. ist es wichtig, dass man gewisse Begriffe des Nähens kennt, um ein Schnittmuster „lesen“ zu können.

 

Vor dem eigentlichen Nähen ist ein korrektes Maßnehmen wichtig, beim Kopieren des Schnittmusters und beim Zuschneiden müssen Regeln eingehalten werden.

 

Auch beim Nähen unterscheidet man zwischen allerlei Begriffen, die verinnerlicht werden sollten.

 

Was versteht man unter Versäubern, Rechts-auf-rechts-nähen, Absteppen?
Diese und weitere Begriffe der Nähwelt sind hier in dieser Rubrik zu finden und ausführlich erklärt.

 

Da wir nicht alle Normmaße besitzen gibt es weiterhin einen kleinen Einstieg wie Schnitte angepasst werden können.

Nähte

Größentabelle


Absteppen

Knapp an Kanten oder Nähten steppen, um sie zu betonen oder zu fixieren, wird Absteppen genannt. Meist steppt man sehr schmal, ca. 2 - 5 mm breit ab. Dazu können Sie das Nähmaschinenfüßchen als Masstab benutzen. Positionieren Sie das Nähmaschinenfüßchen so, dass es genau an einer Kante entlangfährt, während Sie nähen, um eine gerade, gleichmäßige Naht zu erhalten.

Besatz

Ein Besatz ist ein extra zugeschnittener Stoff zum Verstürzen von Kanten. Besätze finden Sie sehr häufig am Revers von Jacken und Mäntel oder am Kragen von Hemden. Der Besatz wird in der gleichen Form wie z.B. der Kragen oder das Revers zugeschnitten. Anschließend wird der Besatz rechts auf rechts an die zu verstürzende Kante genäht und anschließend gewendet.

Durchschlagen

Durchschlagen heißt, mit Nadel und Faden, Nahtlinien zu kennzeichnen. Dies geschieht durch das Schnittmuster hindurch. Durchschlagen ist ähnlich dem Durchradeln. Stoffe welche keine Kreide annehmen, z.B. Paillettenstoffe, sollten immer durchgeschlagen werden. Durchschlagen können Sie auch mehrere Stofflagen zugleich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Heftung haltbarer ist als Kreide und Sie somit sehr genau arbeiten können.

Französiche Naht

Die Französiche Naht wird auch Doppelnaht genannt und wird zwei mal genäht. Die Nahtzugaben werden dabei eingenäht und sind nicht mehr sichtbar. Verwendet wird die Französiche Naht bei sehr dünnen Stoffen und Seide.

Handstiche

Gerade bei Bastelarbeiten und kleinen Nähobjekten sind Handstiche geeignet. Damit können Sie sehr genau nähen. Außerdem, kann mit der Hand zu nähen sehr beruhigend sein und Sie können es auch mit Kindern gemeinsam machen.

Zum Nähen mit der Hand verwenden Sie lange und möglichst dünne Nadeln.

Folgende Stiche werden im Lexikon in alphabetischer Reihenfolge erklärt: Der Heftstich oder Vorstich, Hexenstich, Hohlsaumstich, Knopflochstich, Rückstich, Steppstich und der Straffierstich.

Nahtzugaben versäubern

Um einem Kleidungsstück halt zu geben, empfiehlt es sich, die Naht ca. 1 - 1,5 cm innerhalb der Außenkante zu steppen. Die 1 - 1,5 cm, welche jetzt überstehen, wird Nahtzugabe genannt. Versäubert wird eine Nahtzugabe an der Außenkante, mit einem groß eingestellten Zickzackstich.

Heft- oder Vorstich


Dieser Handstich eignet sich zum Vornähen oder Einreihen. Damit können Sie aber auch Ziernähte nähen, z.B. mit Bändern oder Lederschnüren. Achten Sie darauf, dass die Stiche gleich lang sind. Zum schnelleren Arbeiten stechen Sie gleich mehrere Stiche auf einmal bevor Sie die Nadel ganz durchziehen.

Hexenstich


Der Hexenstich ist ein Zierstich. Damit können Sie festen Stoff oder Leder mit Hand dekorativ zusammennähen.

Hohler Saumstich


Die zuvor mit Zickzackstichen versäuberte Saumkante wird umgebügelt und dann so festgenäht, dass die Naht von der rechten Stoffseite aus unsichtbar ist. Befestigen Sie den Faden an der Innenseite des Umschlags. Nehmen Sie oberhalb und etwa 6 mm links, wenige Gewebefäden auf. Stechen Sie nicht durch den Stoff hindurch.

Knopflochstich


Mit diesem Stich können sie Kanten dekorativ einfassen oder Knopflöcher nähen. Verwendet wird dieser Stich beispielsweise an den Rändern von Wolldecken. Sie können damit aber auch Applikationen dekorativ aufnähen. Stechen Sie die Nadel ca. 5 mm – 1 cm neben der Kante ein. Der nach links gelegte Faden liegt unter der Nadelspitze. Ziehen Sie dann die Nadel durch und zur linken Seite. Verfahren Sie mit dem nächsten Stich genauso.

Rechte und Linke Stoffseite

Jeder Stoff hat eine rechte und eine linke Stoffseite. Die "schöne" Seite, das was beim Kleidungsstück nach außen zeigt, ist die rechte Seite. Wichtig beim Zuschneiden ist, dass alle Schnittteile nach der richtigen Stoffseite zugeschnitten werden damit beim fertigen Kleidungsstück immer die rechte Seite außen ist.

Bei bedruckten Stoffen ist die rechte Seite meist einfach zu erkennen. Bei unifarbenen Stoffen kann das schwieriger sein. Betrachten Sie dazu die Webrichtung von links unten nach rechts oben auf der rechten Seite. Oder die kleinen Löcher in der Webkante, welche von rechts nach links gestochen sind (die glatte Seite der Löcher ist rechts). Die glatte Stoffseite ist meist die rechte Seite. Auf der rechten Seite sind mehr diagonale Linien (Webrichtung) zu sehen als links. Wenn Sie Stoff kaufen, der zusammengefaltet ist und einen Stoffbruch hat, ist die rechte Seite meistens die Außenseite.

Rückwärtige Mitte

Genau die Hälfte des Rückens oder eines Schnittes für ein Rückenteil, z. B. einer Jacke, wird rückwärtige Mitte genannt. Dies ist, wenn hier keine Naht vorhanden ist, zugleich der Stoffbruch.

Rückstich


Nähen Sie den Rückstich den Steppstich. Der Stich zurück ist aber nur wenige Gewebefäden breit. Das macht die Naht fast unsichtbar.

Saum

Saum wird die umgenähte Kante am unteren Ende von Röcken, Hosen, Jacken etc. genannt.

Steppen

Nennt man eine Naht anfertigen, bzw. Nähen mit einer Nähmaschine. Nähen Sie zuerst einige Probestiche auf Ihrem Stoff um sicherzustellen, dass sie schöne Nähte näht und Fadenspannung und Dicke der Nähnadel passen.

Steppstich


Mit diesem Handstich können Sie Stoffteile fest zusammennähen. Gearbeitet wird von rechts nach links und von der rechten Stoffseite aus. Stechen Sie die Nadel einmal zurück und zwei nach vorn.

Stoffbruch

Wenn Sie beispielsweise einen 140 cm breiten Stoff kaufen, dann ist dieser zusammengefaltet. Der Stoff liegt doppelt. So ist er meist auch auf den Stoffrollen aufgewickelt. Dieser Falz oder Falte wird Stoffbruch genannt.

Wenn Sie Schnitte zuschneiden ist immer wieder vom Stoffbruch die Rede. Wenn Sie z. B. ein Schnittmuster für ein Rückenteil betrachten, stellen Sie fest, dass es nur der halbe Rücken ist. Damit Sie aber die linke und rechte Rückenseite ausschneiden und die Teile nicht zusammen nähen müssen, legen Sie den Schnitt auf den Stoffbruch.

Stoffschere

Stoffschere ist nicht gleich Papierschere. Bei einer Stoffschere ist die untere Schneide so gemacht, daß Die Schneide auch während des Schneidens auf der Arbeitsfläche aufliegt. Dadurch hebt sich der Stoff nicht von der Arbeitsfläche ab. Der Stoff bleibt liegen und die Schere gleitet über die Fläche. Verwenden Sie eine Stoffschere niemals für Papier oder Karton. Nachdem Sie mit Ihrer Stoffschere Papier geschnitten haben, besteht die Gefahr, daß der Stoff während des Schneidens Fäden zieht. Verwenden Sie zusätzlich zur Stoffschere eine kleine Schere. Damit können Sie müheloser die Fäden während des Nähens abschneiden.

Straffierstich


Der Straffierstich wird bei doppelt umgeschlagenen Säumen verwendet und ist wie der Hohlsaumstich von rechts unsichtbar. Stechen Sie von unten nach oben durch die Bruchkante. Nehmen Sie etwas Oberhalb der Bruchkante und ca. 2 mm links einige Gewebefäden auf. Stechen Sie nicht durch den Stoff durch. Stechen Sie die Nadel dann ca. 2 mm links von oben in die Bruchkante. Schieben Sie die Nadel im Bruch nach links und stechen Sie dort wieder aus. Wiederholen Sie den ganzen Vorgang.

Zickzackschere

Die Zickzackschere schneiden den Stoff, wie der Name schon sagt, mit Zickzackform aus. Feste Stoffe können durch Abschneiden mit solcher Schere versäubert werden. Ein versäubern mit einem Zickzackstich ist dann nicht mehr nötig.

Verstürzen

Verstürzen heißt, zwei Stoffteile zusammen zu nähen und anschließend an der Naht wenden. Die Nahtzugaben sind somit nicht mehr sichtbar. Verstürzt wird häufig an Revers und Kanten, z.B. von Jacken oder Hemden. Achten Sie darauf, die Nahtzugaben vor dem Wenden schmal zurück zu schneiden, ca. 3 - 4 mm breit.

Anleitung zur Größenbestimmung

 

  • Körpergröße Messen Sie vom Scheitel bis zur Sohle (ohne Schuhe).
  • Kopfumfang: Messen Sie diesen an der breitesten Stelle des Kopfes.
  • Brustumfang: Messen Sie den Brustumfang an der stärksten Stelle.
  • Taillenumfang: Messen Sie den Taillenumfang über dem Hüftknochen. Der Bauch sollte dabei weder eingezogen noch ausgestreckt sein.
  • Hüftumfang: Messen Sie den Umfang an der breitesten Stelle des Gesäßes.
  • Oberarm: Um die Länge Ihres Oberarms zu bestimmen, messen Sie von der Mitte Ihres Nackens über den Arm bis zum Handgelenk.

 

Bitte bedenken Sie, dass unsere Modelle großzügig geschnitten sind. Das bedeutet, dass ein Artikel mit doppelter Altersangabe auch für das höhere Alter passend ist. Hat ein Artikel zum Beispiel die Angabe „Größe 5-6 Jahre”, ist dieser auch für Sechsjährige geeignet.

 

Anmerkung: Es ist immer besser, das Messband etwas zu locker anstatt zu eng anzulegen.

 

Größentabelle Damen

Größe

34

36

38

40

42

44

46

48

50

52

Schulterbr.

12

12

12

13

13

13

13

14

14

14

Armlänge

59

59

60

60

61

61

61

61

62

62

Oberweite

78-81

82-85

86-89

90-93

94-97

98-102

103-107

108-113

114-119

120-125

Taillenweite

62-64

65-68

69-72

73-77

78-81

82-85

86-90

91-95

96-102

103-108

Hüftumfang

85-89

90-94

95-97

98-101

102-104

105-108

109-112

113-116

117-122

123-128

Hosenlänge

104

105

106

107

108

109

110

111

112

113

 

 

 

Größentabelle Herren

Größe

44

46

48

50

52

54

56

Körperhöhe

166-170

171-173

174-176

177-179

180-182

182-184

184-186

Halsweite

37

38

39

40

41

42

43

Oberweite

86-89

90-93

94-97

98-101

102-105

106-109

110-113

Bundumfang

74-77

78-81

82-85

86-89

90-94

95-99

100-104

Gesäßumfang

89-92

93-96

97-100

101-104

105-108

109-112

113-116

 

 

 

Größentabelle Unisex

Größe

S

M

L

XL

XXL

Damen

36/38

40/42

44/46

46/48

48/50

Herren

44

46/48

50/52

54

56

 

 

 

Babygrößen

Größen

38

44

50

56

62

68

74

80

86

Körperlänge
in cm

bis 38

39-44

45-50

51-56

57-62

63-68

69-74

75-80

81-86

Alter
in Monaten

0 (Frühchen)

1

2

3-4

5-7

8-11

12-15

16-21

 

 

 

Kindergrößen Mädchen

Größe

Körperhöhe

Brustumfang

Taillenumfang

Hüftumfang

Angaben in cm

86

81-86

51-54

49-51

50-54

92

87-92

52-55

50-52

52-56

98

93-98

54-56

51-53

55-58

104

99-104

55-57

52-54

57-60

110

105-110

56-58

53-55

59-62

116

111-116

57-59

54-56

61-64

122

117-122

58-62

55-58

63-67

128

123-128

61-65

57-59

66-70

134

129-134

64-68

58-61

69-73

140

135-140

67-71

60-62

72-76

146

141-146

70-74

61-64

75-80

152

147-152

73-77

63-65

79-83

158

153-158

76-80

64-67

82-87

164

159-164

79-83

66-68

86-90

 

 

 

Kindergrößen Jungen

Größe

Körperhöhe

Brustumfang

Taillenumfang

Hüftumfang

Angaben in cm

86

81-86

51-54

49-51

50-54

92

87-92

52-55

50-52

52-56

98

93-98

54-56

51-53

55-58

104

99-104

55-57

52-54

57-60

110

105-110

56-58

53-55

59-62

116

111-116

57-59

54-56

61-64

122

117-122

58-62

55-58

63-67

128

123-128

61-65

57-59

66-70

134

129-134

64-68

58-61

69-73

140

135-140

67-71

60-62

72-76

146

141-146

70-74

61-64

75-79

152

147-152

73-77

63-67

78-82

158

153-158

76-80

66-69

81-85

164

159-164

79-83

66-71

84-88

 

 

 

 
 
                                   

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Nähmaschine Kauf-tipps

1. Probenähen vor Ort

Die erste Regel ist auch gleich die goldene Regel: Idealerweise nähst du die Materialien, die du zukünftig in deinen Projekten verarbeiten möchtest, probe. Dies geht natürlich nur, wenn du einen Fachhändler (oder ein Kaufhaus mit Nähmaschinen im Sortiment) in deiner Umgebung hast. Wenn du schon einen Nähkurs besucht hast und mit der Nähmaschine dort gut klar gekommen bist und sie sich für deine Nähpläne eignet (s.u.), kannst du Dir auch dieses Modell zulegen.

2. Nähen ist nicht gleich Nähen

Bevor du dich konkret mit dem Kauf einer Nähmaschine auseinandersetzt, solltest du dir klar machen, was genau du eigentlich nähen möchtest. Sind es kleine Accessoires und Kissen oder doch eher schwere Jeanskleidung und Jerseykleider? Davon hängt ab, welche Art von Maschine in Frage kommt – eine Haushaltsnähmaschine oder doch besser eine Spezialmaschine mit besonderen Funktionen und Features. In der Regel ist eine normale Haushaltsnähmaschine die richtige Wahl, aber auch hier gibt es Unterschiede, über die man sich im Vorfeld besser bewusst ist.

3. Wer billig kauft, kauft (manchmal) zweimal

Gelegentlich findet man in den Angeboten der bekannten Discounter vermeintliche Schnäppchen. Wenn man wirklich vor hat, das Nähen als Hobby für sich zu entdecken, sollte man lieber ein paar Euro mehr ausgeben und sich ein erprobtes Modell eines namhaften Hersteller zulegen. Auch diese kosten kein Vermögen und bewahren Dich als Einsteiger vor frustrierenden Erlebnissen, die einem auch das schönste Hobby schnell verderben können.

Hinweis: Grundsätzlich gehen die Meinungen zu den Discounter-Nähmaschinen auseinander. Wenn ich jedoch die Wahl habe, zwischen einer 89,00 € No-Name Nähmaschine ohne Referenz-Meinung und 2 Jahren Garantie und einem erprobten Modell von einem bekannten Hersteller mit 10 Jahren Garantie für 99,00 € und hunderten von positiven Kindenmeinungen, dann weiß ich, wie ich mich entscheiden würde.

4. Weniger ist manchmal mehr

Die Hersteller übertrumpfen sich mit Funktionen und Programmen bei den Nähmaschinen und vor lauter Begrifflichkeiten sieht man als Anfänger schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Unser Rat ist hier: Lieber eine Maschine wählen, die für ihren Preis wenige Funktionen gut erfüllt, als eine Maschine zu kaufen, die alles Mögliche kann aber davon nichts richtig. Robustheit und Zuverlässigkeit sollten zunächst an erster Stelle stehen.

5. Auf die Lautstärke achten

Dieser Punkt kommt vor dem Kauf natürlich nur dann zum Tragen, wenn man eine Maschine vor Ort testen kann. Wenn man nur gelegentlich Näht, ist die Lautstärke zunächst nicht ganz so wichtig und dürfte nicht weiter stören. Wer allerdings regelmäßig an der Nähmaschine sitzt, schont seine Nerven, wenn die Nähmaschine zu den ruhigeren Modellen gehört.

Viel glück und spaß beim Nähen wünscht Paulina bei Creamberry!


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